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Kants kopernikanische Wende – Wie der Verstand Erfahrung möglich macht

Im Frühjahr 1781 erschien in Riga ein Buch, an dem Immanuel Kant mehr als ein Jahrzehnt gearbeitet hatte. Die Kritik der reinen Vernunft umfasste in ihrer ersten Ausgabe über achthundert Seiten. Ihr Verfasser war siebenundfünfzig Jahre alt und lehrte seit langem an der Universität Königsberg. Außerhalb gelehrter Kreise kannte ihn kaum jemand.

Die ersten Leser reagierten zurückhaltend. Einige verstanden nicht, was Kant eigentlich behauptete. Andere hielten ihn für einen Nachfolger George Berkeleys, der die materielle Welt in bloße Vorstellungen aufgelöst hatte. Eine Besprechung von 1782 verschärfte diesen Verdacht. Kant fühlte sich missverstanden und veröffentlichte im folgenden Jahr die kürzeren Prolegomena, die den Gedankengang seines Hauptwerks zugänglicher machen sollten.

Leichter wurde die Sache dadurch nur bedingt. Kant untersuchte, wie Menschen überhaupt etwas als Gegenstand einer gemeinsamen Welt erkennen können. In der Vorrede zur zweiten Auflage von 1787 verglich er diesen Wechsel der Blickrichtung mit dem Schritt des Kopernikus: Vielleicht müsse sich nicht unsere Erkenntnis vollständig nach den Gegenständen richten. Vielleicht richten sich die Gegenstände, soweit wir sie erkennen können, auch nach den Bedingungen unseres Erkenntnisvermögens.

Damit begann Kants kopernikanische Wende.

Kants Alltag in Königsberg

Heinrich Heine zeichnete Jahrzehnte später das berühmte Bild des pünktlichen Spaziergängers: Um halb vier verlasse Kant im grauen Rock sein Haus, den Stock in der Hand. Bei drohendem Regen folge ihm sein Diener Lampe mit einem Schirm. Die Königsberger könnten nach dem vorbeigehenden Professor ihre Taschenuhren richten. Heine spitzte den Gegensatz zwischen einem geregelten Alltag und einer umwälzenden Philosophie literarisch zu. Sein Porträt ist kein Augenzeugenbericht.

Das Bild des menschlichen Uhrwerks verdeckt allerdings Kants Geselligkeit. Seine Mittagessen konnten sich über Stunden hinziehen, solange jemand zum Gespräch blieb. Der österreichische Graf Purgstall berichtete 1795 von wiederholten Einladungen zu Kants Mittagstisch. Bei seinen Besuchen, schrieb er, habe der Professor bislang kein Wort über theoretische Philosophie gesprochen. Der Verfasser der schwierigen Kritik wollte am Tisch offenbar keine weitere Vorlesung halten. In seiner späteren Anthropologie formulierte er sogar Regeln für gelungene Tischgespräche: Alle Gäste sollten sich beteiligen können, und ein Streit durfte nicht in persönliche Kränkung umschlagen.

Kants Wohnhaus, 1842

Zwischen Rationalismus und Empirismus

Kant war mit der Philosophie von Leibniz und Christian Wolff aufgewachsen. Ihre Anhänger vertrauten darauf, dass die Vernunft aus sicheren Grundsätzen weitreichende Wahrheiten ableiten könne. Eine wissenschaftliche Metaphysik schien deshalb möglich: Der Mensch sollte allein durch folgerichtiges Denken Aussagen über die Seele oder den Aufbau der Welt gewinnen können.

Die britischen Empiristen gingen von der entgegengesetzten Seite aus. John Locke erklärte die Erfahrung zur Quelle menschlicher Erkenntnis. David Hume trieb diesen Ansatz zu einer skeptischen Konsequenz. Besonders deutlich zeigte sich das am Begriff der Ursache.

Rationalismus

Leibniz / Wolff
  • Erkenntnis allein durch Vernunft.
  • Metaphysik als reine Wissenschaft möglich.
  • Gefahr: Dogmatismus.

Kants Synthese

Kritizismus
  • Erkenntnis braucht Erfahrung und Verstand.
  • Wir erkennen nur Erscheinungen.
  • Grenzen des Wissens bestimmt.

Empirismus

Locke / Hume
  • Erkenntnis entstammt nur der Erfahrung.
  • Kausalität ist bloße Gewohnheit.
  • Gefahr: Skepsis.

Beobachten wir, wie eine Kugel gegen eine zweite stößt und diese sich daraufhin bewegt, sehen wir nach Hume keine ursächliche Kraft. Wir nehmen nur zwei aufeinanderfolgende Vorgänge wahr. Weil wir ähnliche Abläufe wiederholt erlebt haben, erwarten wir auch künftig, dass die zweite Kugel in Bewegung gerät. Diese Erwartung entsteht durch Gewöhnung. Eine notwendige Verbindung können wir mit den Sinnen jedoch nicht feststellen.

David Hume, 1766

Damit geriet nicht nur die Metaphysik unter Druck. Auch die Naturwissenschaft setzte voraus, dass Ereignisse nach verlässlichen Regeln miteinander verbunden sind. Wenn das Kausalgesetz lediglich auf Gewohnheit beruhte, verlor wissenschaftliche Erkenntnis ihren Anspruch auf Notwendigkeit.

Kant schrieb später, Hume habe ihn aus seinem dogmatischen Schlummer geweckt. Gemeint war keine plötzliche Bekehrung nach der Lektüre eines einzelnen Buches. Über Jahre arbeitete Kant an der Frage, ob Humes Skepsis überwunden werden könne, ohne zu den alten metaphysischen Systemen zurückzukehren.

Seine Antwort begann mit einer Unterscheidung: Jede Erkenntnis beginnt zwar mit der Erfahrung. Daraus folgt aber nicht, dass sie vollständig aus der Erfahrung stammt.

Was wir selbst zur Erfahrung beitragen

Ein Mensch öffnet die Augen und sieht nicht zunächst unverbundene Farbflecken, aus denen er später mühsam eine Welt zusammensetzt. Er sieht einen Tisch vor einem Fenster oder bemerkt, wie ein Glas vom Rand fällt. Die Wahrnehmung besitzt bereits eine Ordnung.

Woher kommt diese Ordnung?

Kant suchte nach Bedingungen, die Beobachtung überhaupt erst ermöglichen. Er nannte eine Erkenntnis a priori, wenn sie nicht aus der Erfahrung gewonnen wird. A posteriori heißt dagegen, was wir erst durch eine konkrete Wahrnehmung erfahren.

Wer wissen will, ob es draußen regnet, muss aus dem Fenster sehen. Diese Erkenntnis ist empirisch. Der Satz, dass jedes Ereignis eine Ursache haben müsse, erhebt einen anderen Anspruch. Er soll nicht nur für die bisher beobachteten Fälle gelten. Wir wenden ihn auf jedes mögliche Ereignis an.

Kant vermutete deshalb, dass die regelhafte Verknüpfung von Ereignissen zu den Bedingungen gehört, unter denen objektive Erfahrung überhaupt möglich ist.

Daraus entstand die Leitfrage der Kritik der reinen Vernunft: Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?

Ein analytisches Urteil erläutert, was bereits in einem Begriff enthalten ist. Der Satz, ein Kreis sei rund, erweitert unser Wissen nicht. Ein synthetisches Urteil verbindet dagegen Begriffe, deren Beziehung nicht schon in ihrer Bedeutung steckt. Die Aussage, das Glas sei schwer, fügt dem Begriff des Glases eine neue Bestimmung hinzu.

Kant suchte nach Urteilen, die unser Wissen erweitern und dennoch notwendig gelten. In der Mathematik glaubte er solche Sätze gefunden zu haben. Auch das Kausalgesetz sollte nicht aus einer Ansammlung von Beobachtungen stammen. Es galt nach Kant für jede mögliche Erfahrung, weil der Verstand ohne eine solche Regel gar keine zusammenhängende Ereignisfolge erkennen könnte.

Raum und Zeit sind keine Behälter

Kant untersuchte zunächst die sinnliche Wahrnehmung. Die Sinne liefern Farben oder Geräusche. Sie allein erklären jedoch nicht, weshalb wir diese Eindrücke nebeneinander im Raum und nacheinander in der Zeit wahrnehmen.

Raum und Zeit gehören für Kant zu unserer Art der Wahrnehmung. Er nennt sie Formen der Anschauung. Alles, was uns durch die äußeren Sinne begegnet, erscheint räumlich. Die Zeit ordnet unsere inneren Zustände und damit mittelbar auch die Abfolge äußerer Wahrnehmungen.

Wir können uns einen leeren Raum vorstellen, aus dem wir alle Gegenstände entfernt haben. Wir können uns jedoch keinen äußeren Gegenstand vorstellen, der überhaupt keine räumliche Lage besitzt. Ebenso lässt sich ein einzelnes Ereignis wegdenken, nicht aber jede zeitliche Ordnung des Erlebens. Kant folgerte daraus, dass Raum und Zeit jeder konkreten Wahrnehmung bereits zugrunde liegen.

Der Tisch vor dem Fenster ist deshalb empirisch wirklich. Andere Menschen können ihn vermessen und benutzen. Kant behauptet, dass wir Dinge so erfahren, wie sie unter den Bedingungen menschlicher Wahrnehmung erscheinen.

Damit gewann Kant zugleich eine Erklärung für die Mathematik. Die Geometrie konnte seiner Ansicht nach allgemeine Sätze über räumliche Gegenstände formulieren, weil alles, was wir durch die äußeren Sinne wahrnehmen, bereits unter der Form des Raumes erscheint. Die Mathematik untersuchte also Bedingungen, denen alles unterliegen musste, was Menschen räumlich erfahren konnten.

Gerade dieser Teil seiner Theorie geriet später unter Druck. Kant setzte die euklidische Geometrie als notwendige Beschreibung des Raumes voraus. Im 19. Jahrhundert entwickelten Mathematiker nichteuklidische Geometrien. Einsteins Relativitätstheorie zeigte anschließend, dass die räumliche Struktur der physikalischen Welt nicht allein durch Nachdenken bestimmt werden kann. Messungen müssen entscheiden, welche Geometrie ein physikalisches Modell benötigt.

Damit verlor eines von Kants wichtigsten Beispielen seine ursprüngliche Überzeugungskraft. Seine grundlegende Frage blieb jedoch bestehen: Wie viel stammt aus den Dingen, und was muss ein erkennendes Wesen selbst beitragen, damit ihm überhaupt eine geordnete Welt begegnet?

Der Verstand verbindet

Raum und Zeit reichen noch nicht aus. Wahrnehmungen müssen miteinander verknüpft werden, damit wir in ihnen beständige Gegenstände und geregelte Vorgänge erkennen.

Ein lauter Knall folgt auf den Anblick eines fallenden Glases. Die Sinne liefern eine Abfolge von Eindrücken. Um zu verstehen, dass das Glas auf dem Boden zersprungen ist, muss der Verstand die Wahrnehmungen aufeinander beziehen. Er ordnet sie nicht nur zeitlich. Er versteht das Auftreffen als Ursache des Zerspringens.

Solche grundlegenden Verknüpfungsformen nennt Kant Kategorien. Zu ihnen gehören etwa Substanz und Kausalität. Auch Möglichkeit und Notwendigkeit zählt er dazu. Sie bezeichnen Weisen, in denen der Verstand Wahrnehmungen zu einer erfahrbaren Welt verbindet.

Der Verstand schreibt der Natur dabei keine beliebigen Regeln vor. Ein einzelner Mensch kann nicht entscheiden, dass heute andere Naturgesetze gelten sollen. Kant untersucht jene Bedingungen, die nach seiner Auffassung jeder möglichen menschlichen Erfahrung vorausliegen. Ohne sie hätten wir keine geordnete Wahrnehmung, über deren Inhalt wir miteinander streiten könnten.

Hier liegt der Kern der kopernikanischen Wende. Die Sinne liefern etwa den Eindruck von Licht oder den Widerstand, den eine Hand an einer Tischplatte spürt. Die verbindende Tätigkeit des Verstandes macht daraus die Erfahrung eines Gegenstandes.

Kant fasste dieses Zusammenspiel in einer berühmt gewordenen Formulierung zusammen: Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe blind. Reine Begriffe liefern ohne Wahrnehmung keine Erkenntnis. Unverbundene Empfindungen ergeben umgekehrt noch keine verständliche Welt.

Damit antwortete Kant zugleich auf Hume. Eine notwendige Ursache lässt sich tatsächlich nicht sehen. In diesem Punkt gab er dem Skeptiker recht. Kausalität entspringt aber auch nicht bloß der Gewohnheit. Der Verstand muss Veränderungen nach einer Regel verbinden, damit wir sie als objektive Abfolge erkennen können.

Wer erlebt diese eine Welt?

Kant ging noch einen Schritt weiter. Verschiedene Wahrnehmungen können nur dann zu einer Erfahrung gehören, wenn ein Bewusstsein sie miteinander verbindet. Das „Ich denke“ muss, so Kant, alle meine Vorstellungen begleiten können.

Kant sucht die formale Einheit, durch die wechselnde Eindrücke einem Bewusstsein zugerechnet werden können.

Ohne diese Verbindung gäbe es zwar einzelne Empfindungen, aber niemand könnte sie als Teile einer zusammenhängenden Erfahrung erkennen. Der Anblick des fallenden Glases und das Geräusch beim Aufprall müssten demselben Bewusstsein angehören. Erst dadurch entsteht die Erfahrung eines Vorgangs.

Kant nennt diese Einheit die transzendentale Apperzeption. Der Begriff transzendental bezeichnet bei ihm eine Untersuchung der Bedingungen, unter denen Erkenntnis möglich ist. Kant fragt, was ein erkennendes Subjekt leisten muss, um etwas als Gegenstand erfahren zu können.

Diese Verschiebung veränderte die Philosophie. Erkenntnis erschien nicht länger als bloßes Abbild einer bereits vollständig geordneten Wirklichkeit. Das Subjekt beteiligte sich an der Form, in der ihm eine Welt zugänglich wurde.

Erscheinung und Ding an sich

Kants Lösung hatte einen Preis. Wenn Raum und Zeit zu unserer Anschauung gehören und der Verstand seine Kategorien auf Wahrnehmungen anwendet, erkennen wir die Dinge nur so, wie sie uns erscheinen. Wie sie unabhängig von diesen Bedingungen beschaffen sind, können wir nicht wissen.

Kant spricht vom Ding an sich. Der Ausdruck markiert eine Grenze unseres Wissens. Die Dinge sind nicht deshalb mit ihrer Erscheinung identisch, weil wir keine andere Seite an ihnen erkennen können.

Diese Unterscheidung führte zu einem dauerhaften Streit. Woher wusste Kant überhaupt, dass es Dinge an sich gab, wenn sie jeder möglichen Erkenntnis entzogen waren? Durfte er annehmen, sie wirkten auf unsere Sinne ein, obwohl die Kategorie der Ursache nach seiner eigenen Theorie nur innerhalb möglicher Erfahrung galt?

Der Weg zur Erkenntnis

1. Rohdaten
„Ding an sich“
➔
2. Raum & Zeit
Formen der Anschauung
➔
3. Kategorien
Verstand (Kausalität)
Erscheinung: „Ein fahrendes Auto löst ein Geräusch aus.“ (Geordnete Wahrnehmung)

Seine Nachfolger versuchten, diese Schwierigkeit zu beseitigen. Fichte gab das Ding an sich auf und machte die Tätigkeit des Ichs zum Ausgangspunkt seines Systems. Schelling und Hegel schlugen andere Wege ein. Die kopernikanische Wende öffnete damit nicht nur eine neue Epoche. Sie hinterließ ein Problem, an dem sich der deutsche Idealismus entwickelte.

Für Kant selbst besaß die Grenzziehung eine entscheidende Funktion. Der Verstand kann zuverlässig erkennen, solange er sich auf mögliche Erfahrung bezieht. Überschreitet er diesen Bereich, gerät er in Widersprüche. Über die Welt als abgeschlossenes Ganzes kann die theoretische Vernunft ebenso wenig sicheres Wissen gewinnen wie über eine unsterbliche Seele. Auch Gottes Existenz lässt sich auf diesem Weg weder beweisen noch widerlegen.

Die Kritik sollte die berechtigten Ansprüche der Vernunft von bloßen Spekulationen trennen.

Ist die Welt nur unsere Konstruktion?

Kants Philosophie lädt zu einem Missverständnis ein. Wenn der Verstand an der Form der Erfahrung mitwirkt, könnte jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit hervorbringen. Kant behauptet jedoch beinahe das Gegenteil.

Er sucht Bedingungen, die für jedes erkennende Subjekt gelten sollen. Gerade weil Wahrnehmungen nach gemeinsamen Formen geordnet werden, kann objektive Erfahrung entstehen. Menschen können Messungen vergleichen und Irrtümer korrigieren.

Die kopernikanische Wende führt daher nicht ohne Weiteres zum Relativismus. Sie fordert vielmehr dazu auf, zwischen einem Gegenstand und der Weise zu unterscheiden, in der er uns zugänglich wird. Was wir erfassen, hängt nicht nur davon ab, was vor uns liegt. Es hängt auch davon ab, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit etwas für uns überhaupt als Gegenstand gelten kann.

Dieser Gedanke reicht über Kants eigene Antworten hinaus. Wer eine Reihe von Zahlen als wirtschaftliche Krise deutet, ordnet die Daten mithilfe von Begriffen und Vergleichsmaßstäben. Wer in einer Bewegung einen Protest oder eine Revolution erkennt, verbindet einzelne Handlungen zu einem Zusammenhang. Solche erlernten Deutungsbegriffe sind allerdings von den Kategorien zu unterscheiden, die Kant als Voraussetzung jeder möglichen Erfahrung untersucht.

Kant würde daraus nicht schließen, jede Deutung sei gleich gut. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Unter welchen Bedingungen kann eine Behauptung Anspruch auf objektive Geltung erheben?

Die Kritik der reinen Vernunft beantwortete diese Frage nicht endgültig. Ihre einzelnen Beweise wurden vielfach bestritten. Die Vollständigkeit der Kategorien blieb umstritten, Kants Auffassung des Raumes erwies sich als zu eng. Doch die Blickrichtung ließ sich nicht mehr einfach rückgängig machen. Wer über Erkenntnis spricht, muss seit Kant auch den Anteil des erkennenden Subjekts untersuchen.

Am Ende seiner ersten Kritik hatte Kant den Bereich des sicheren Wissens begrenzt. Freiheit konnte er theoretisch nicht beweisen. Ohne sie schien ihm moralische Verantwortung jedoch undenkbar. Die nächste Frage führte daher nicht mehr zu den Bedingungen des Erkennens, sondern zum handelnden Menschen: Was soll ich tun?


Zum Weiterlesen

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Höffe, O. (2014): Immanuel Kant.* Einführung in Leben, Werk und Wirkung des Königsberger Philosophen.

Willaschek, M.; Stolzenberg, J.; Mohr, G.; Bacin, S. (Hrsg.) (2015): Kant-Lexikon.* Umfassendes Nachschlagewerk zu Begriffen, Schriften und historischen Zusammenhängen.

Bildnachweis

Titel: Kant im Kreis seiner Freunde, darunter Christian Jakob Kraus, Johann Georg Hamann, Theodor Gottlieb von Hippel und Karl Gottfried Hagen.

Alle Bilder gemeinfrei.

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