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Die große Hungersnot – Wie Stalins Politik Millionen Menschen die Nahrung nahm

Am 10. März 1933 bestieg der walisische Journalist Gareth Jones in Moskau einen Zug nach Charkow. Rund sechzig Kilometer vor der ukrainischen Hauptstadt stieg er aus. Die sowjetischen Behörden hatten Reisen ausländischer Korrespondenten durch die ländlichen Hungergebiete inzwischen stark eingeschränkt. Jones ging deshalb ohne Begleitung entlang der Bahnlinie weiter. In seinem Rucksack trug er Brot, Butter, Käse und weitere Lebensmittel.

Drei Tage lang durchquerte er mehr als zwanzig Dörfer und Kolchosen. Bauern nahmen ihn in ihren Häusern auf, und Jones teilte seine Vorräte mit ihnen. Überall hörte er dieselbe Klage: Es gebe kein Brot, die Menschen stürben und die verbliebenen Tiere hätten nichts mehr zu fressen. In einem Dorf begrüßten ihn die Bewohner mit den Worten, sie warteten nur noch auf den Tod.

Die Ernte des Vorjahres war längst eingebracht. Getreide lag unter Bewachung in staatlichen Speichern oder wurde in die Städte und zu den Exporthäfen transportiert. Den hungernden Menschen in den Dörfern war es verboten, davon zu nehmen. Die Hungersnot, die Jones beobachtete, war nicht allein durch eine schlechte Ernte entstanden. Politische Entscheidungen hatten die Krise ausgelöst und anschließend verschärft.

Eine Ernte wird zum Plansoll

Die sowjetische Führung hatte ihre Erwartungen an der offiziell als besonders erfolgreich ausgewiesenen Ernte des Jahres 1930 ausgerichtet. Die Zentralregierung verlangte auch im folgenden Jahr hohe Lieferungen, obwohl die kollektivierte Landwirtschaft erheblich weniger hervorbrachte.

Dafür gab es mehrere Gründe. Während der Kollektivierung hatten Bauern einen großen Teil ihres Viehs geschlachtet. Traktoren konnten die fehlenden Zugtiere nur teilweise ersetzen. Erfahrene Landwirte waren deportiert worden, während viele neue Kolchosen schlecht arbeiteten. Hinzu kamen ungünstiges Wetter und Pflanzenkrankheiten.

Im Herbst 1931 war absehbar, dass die Ernte deutlich kleiner ausfallen würde als im Vorjahr. Dennoch hielt Moskau an den Ablieferungen und den vorgesehenen Exporten fest. Die Ausfuhren brachten Devisen, mit denen die Führung ausländische Maschinen für den ersten Fünfjahrplan bezahlte. Molotow machte schlechte Organisation und Sabotage für die Rückstände verantwortlich. Er behauptete, die Bauern hielten das Getreide absichtlich zurück.

Kolchose, Nordossetien, um 1933

Mehr als zwei Fünftel der ukrainischen Getreideernte wurden 1931 eingezogen. Zahlreiche Kolchosen mussten selbst das Saatgut herausgeben, das sie für das folgende Frühjahr benötigten. Ende des Jahres hungerten die ersten Dörfer.

Die Aussaat begann 1932 verspätet. Viele Bauern waren bereits zu schwach, um die Felder zu bearbeiten. Die neue Ernte fiel erneut schlecht aus. Sie hätte die Bevölkerung bei einer anderen Verteilung dennoch vor dem massenhaften Verhungern bewahren können.

Im Juni 1932 schilderte der ukrainische Funktionär Grigori Petrowski Stalin den Hunger in zahlreichen Dörfern. Regierungschef Wlas Tschubar erklärte, mindestens hundert ukrainische Bezirke benötigten Lebensmittelhilfe. Im Juli wandten sich regionale Funktionäre auf einer Parteikonferenz gegen die unerreichbaren Ablieferungsforderungen. Molotow und Kaganowitsch wiesen ihre Einwände zurück. Moskau ließ weiterhin Getreide für den Export abtransportieren, obwohl die Lieferungen ins Ausland im Laufe des Jahres deutlich zurückgingen.

Das Gesetz zum Schutz des Getreides

Am 7. August 1932 erließ die sowjetische Regierung ein Gesetz zum Schutz des sozialistischen Eigentums. Wer Getreide von einem Kolchosfeld nahm, konnte zum Tode verurteilt werden. Als mildere Strafe waren mindestens zehn Jahre Lagerhaft vorgesehen.

Im Volksmund wurde die Bestimmung später als Gesetz der fünf Ähren bekannt. Der Name verwies auf Menschen, die nach der Ernte einzelne Halme auflasen und dafür verfolgt wurden. Die Felder, auf denen sie suchten, hatten häufig noch kurz zuvor zu ihren eigenen Höfen gehört.

Wachtürme erhoben sich über den Äckern. Allein im Gebiet Odessa entstanden mehr als siebenhundert solcher Posten. Jugendliche beobachteten von dort die Felder und meldeten Menschen, die Getreide mitnahmen.

Durchsuchungsbrigaden gingen von Haus zu Haus. Mit langen Metallstäben stocherten sie in Öfen oder unter Stallböden nach verborgenen Vorräten. Sie nahmen Mehl und Hülsenfrüchte mit. Mitunter beschlagnahmten sie das bereits zubereitete Essen einer Familie.

Die Brigaden fanden häufig nichts, weil die Bewohner tatsächlich nichts mehr besaßen. Die Parteiführung deutete ausbleibende Lieferungen dennoch als Beweis dafür, dass Bauern Getreide versteckten. Jede erfolglose Suche rechtfertigte dadurch eine noch gründlichere Durchsuchung.

Dörfer auf der schwarzen Liste

Im Herbst 1932 entsandte Stalin seine engsten Mitarbeiter in die wichtigsten Anbaugebiete. Molotow reiste in die Ukraine, Kaganowitsch in den Nordkaukasus. Beide sollten die regionalen Parteiführungen zwingen, das geforderte Getreide zu beschaffen.

Dörfer und Kolchosen, die ihre Quote verfehlten, kamen auf schwarze Listen. Behörden stellten dort den Handel ein und zogen Waren aus den Geschäften ab. Die Einwohner konnten weder Getreide behalten noch Lebensmittel von außerhalb erwerben. Brigaden beschlagnahmten weitere Vorräte, darunter Saatgut und Viehfutter. Bewohner durften ihre Erzeugnisse nicht mehr auf Märkten anbieten.

Im November führte die ukrainische Parteiführung zusätzlich eine Fleischstrafe ein. Kolchosen, die zu wenig Getreide geliefert hatten, mussten Vieh abgeben. Für zahlreiche Familien bildete eine Kuh die letzte Reserve. Sie gab Milch und konnte im äußersten Fall geschlachtet werden. Nach ihrer Beschlagnahmung blieb nichts mehr.

Auch im Kuban-Gebiet des Nordkaukasus setzte Kaganowitsch schwarze Listen und Deportationen durch. Viele Einwohner dieser fruchtbaren Region sprachen Ukrainisch und hatten sich gegen die Getreideforderungen gewehrt. Stalin befahl, Tausende Familien zu verschleppen. Ihre Häuser gingen später an Siedler, die der Sowjetführung zuverlässiger erschienen.

Kein Weg aus dem Hungergebiet

Zunächst versuchten viele Menschen, die Dörfer zu verlassen. Sie gingen entlang der Eisenbahnlinien in Richtung Charkow oder Kiew. Andere hofften, im Kaukasus oder in Russland Lebensmittel zu finden.

Die Städte boten jedoch nur begrenzten Schutz. Arbeiter mit Lebensmittelkarten erhielten Brot, während Bauern gewöhnlich keine Bezugsmarken besaßen. Polizisten griffen hungernde Kinder auf und brachten sie in überfüllte Sammelstellen. Auf den Bahnhöfen lagen Menschen, die zu schwach waren, um weiterzugehen.

Am 27. Dezember 1932 führte die Regierung ein System innerer Pässe ein. Stadtbewohner konnten solche Dokumente erhalten, Kolchosbauern blieben davon ausgeschlossen. Ohne Genehmigung durften sie ihren Wohnort nicht dauerhaft verlassen.

Am 22. Januar 1933 befahlen Stalin und Molotow der Geheimpolizei, die Flucht aus der Ukraine und dem Nordkaukasus zu unterbinden. Kurz darauf erhielten Bauern keine Fahrkarten für Fernzüge mehr. Kontrollposten durchsuchten Waggons und hielten Menschen auf den Straßen an.

Bis Ende Februar hielten die Behörden rund 190.000 Menschen auf, die aus den Hungergebieten fliehen wollten. Viele wurden in ihre Heimatorte zurückgebracht. Die Regierung wusste, dass dort keine Nahrung auf sie wartete.

Der Hunger treibt die Bauern auf die Wanderung, 1933.

Die Steppe verliert ihre Herden

In Kasachstan hatte das Sterben bereits früher begonnen. Die sowjetische Führung übertrug dort ein Wirtschaftsmodell auf Menschen, deren Lebensweise sich grundlegend von der bäuerlichen Landwirtschaft in der Ukraine unterschied.

Viele Kasachen zogen mit ihren Herden zwischen jahreszeitlich wechselnden Weidegebieten. Schafe und Pferde versorgten sie mit Nahrung. Ihre Wanderungen ermöglichten es, trockene Landschaften zu nutzen, in denen dauerhafter Ackerbau nur eingeschränkt möglich war.

Der kasachische Parteichef Filipp Goloschtschokin wollte diese Lebensweise innerhalb weniger Jahre beseitigen. Seit 1928 ließen die Behörden die Herden wohlhabender Besitzer einziehen. Anschließend zwangen sie immer mehr Nomaden, sich in festen Siedlungen niederzulassen und Kolchosen beizutreten.

Die neuen Ansiedlungsorte verfügten häufig weder über ausreichende Weiden noch über Lebensmittel. Funktionäre verlangten Vieh und Fleisch für die Versorgung der Städte. Zugleich schlachteten Hirten Tiere, bevor der Staat sie beschlagnahmen konnte.

Zwischen 1928 und 1933 sank der Viehbestand Kasachstans von mehr als vierzig Millionen Tieren auf weniger als fünf Millionen. Damit verschwand die Lebensgrundlage eines großen Teils der Bevölkerung. Die Behörden hatten aus Hirten Bauern machen wollen, ohne ihnen genügend Saatgut oder Geräte zu geben.

Hunderttausende Menschen flohen nach China oder in benachbarte Sowjetrepubliken. Andere zogen entlang der Eisenbahnstrecken und suchten nach Abfällen. Berichte an Moskau schilderten verlassene Regionen sowie angeschwollene Menschen, die vor Kantinen im Schmutzwasser nach Essbarem suchten.

Im Verlauf des Jahres 1932 erreichte das Sterben in Kasachstan ein gewaltiges Ausmaß. Stalin erhielt Berichte über die Lage. Er machte Goloschtschokin für Fehler verantwortlich, änderte den Kurs jedoch erst, nachdem die bisherige Wirtschaftsweise der Steppe weitgehend zerstört war.

Hunger an der Wolga

Auch Gebiete der Russischen Sowjetrepublik waren betroffen. Besonders schwer traf es die Mittlere und Untere Wolga. Weitere Hungerzonen entstanden im Ural und in Westsibirien.

In diesen Regionen beschlagnahmten die Behörden ebenfalls Saatgut und belegten Dörfer mit Handelsverboten. An der Unteren Wolga fanden Funktionäre auf den Feldern Leichen, für deren Bestattung niemand mehr genügend Kraft besaß. Kindergärten gaben geringe Mengen Brotersatz aus und schickten sterbende Kinder zu ihren Eltern zurück.

Die sowjetische Hungersnot bestand damit aus mehreren regionalen Katastrophen. Überall verband sie sich mit der Kollektivierung und den staatlichen Ablieferungen. In der Ukraine verschärften schwarze Listen und Grenzsperren das Sterben. Im Nordkaukasus antwortete die Führung auf Widerstand mit Deportationen. In Kasachstan vernichtete sie die mobile Viehwirtschaft.

Was Moskau wusste

Stalin und die Mitglieder des Politbüros erhielten regelmäßig Berichte über Hunger und Todesfälle. Molotow und Kaganowitsch hörten während ihrer Einsätze in den betroffenen Regionen von fehlenden Lebensmitteln und hungernden Funktionären.

Regionale Parteivertreter baten um niedrigere Ablieferungsmengen. Manche verlangten Lebensmittelhilfe oder wollten wenigstens das Saatgut schützen. Wer zu eindringlich auf die Hungersnot verwies, gefährdete jedoch seine Stellung.

Im Herbst 1932 sprach der Parteisekretär des Gebiets Charkow, Roman Terechow, in Stalins Gegenwart von Hunger. Stalin warf ihm vor, Märchen zu erzählen. Wenig später verlor Terechow seinen Posten.

Auch niedrigere Funktionäre standen unter Druck. Im Gebiet Charkow schloss die Partei im Winter 1932 zahlreiche Kommunisten aus, weil sie zu wenig Getreide eingetrieben hatten oder sich gegen die Forderungen stellten. Einige wurden erschossen, andere kamen in Lager. Wer den hungernden Bauern half, konnte selbst als Saboteur gelten.

Die Sowjetunion verringerte ihre Getreideexporte während der Krise erheblich, stellte sie jedoch nicht vollständig ein. Zugleich besaß die Regierung Reserven. Sie gab begrenzte Hilfslieferungen frei, doch diese kamen spät und dienten vor allem dazu, Arbeitskräfte für die Aussaat zu erhalten. Eine offene Versorgung aller Hungernden begann nicht.

Moskau hätte die Katastrophe abmildern können. Die Führung hätte die Beschlagnahmungen früher beenden und größere Mengen aus den Reserven freigeben können. Stattdessen behandelte sie das Ausbleiben von Getreide weiterhin als politischen Widerstand.

Gareth Jones spricht öffentlich

Gareth Jones, 1925

Gareth Jones erreichte nach seiner Reise Berlin. Ende März 1933 berichtete er vor Journalisten von einer Hungersnot gewaltigen Ausmaßes. Seine Beobachtungen erschienen in britischen und amerikanischen Zeitungen.

Die sowjetische Regierung bestritt seine Darstellung. Unterstützung erhielt sie von Walter Duranty, dem einflussreichen Moskauer Korrespondenten der New York Times. Duranty räumte Unterernährung und zahlreiche Todesfälle ein, behauptete jedoch, in der Sowjetunion herrsche keine eigentliche Hungersnot.

Viele ausländische Korrespondenten kannten die Zustände. Sie waren auf sowjetische Reisegenehmigungen angewiesen und fürchteten, ihren Zugang zu verlieren. Diplomaten aus mehreren Staaten berichteten ihren Regierungen ebenfalls vom Massensterben, doch daraus entstand keine internationale Hilfsaktion.

Die sowjetischen Behörden schränkten Reisen in die betroffenen Regionen weiter ein. Standesämter durften mancherorts die Todesursache Hunger nicht mehr eintragen. Zeitungen berichteten über Versorgungskrisen in kapitalistischen Staaten, während sie das Sterben im eigenen Land verschwiegen.

Millionen Tote

Genaue Opferzahlen lassen sich nicht mehr ermitteln. In zahlreichen Dörfern brach die Registrierung zusammen. Begräbniskommandos legten Massengräber an, ohne die Namen der Toten festzuhalten. Die Volkszählung von 1937 zeigte zudem ein erhebliches Bevölkerungsdefizit. Stalin ließ die Ergebnisse unterdrücken und mehrere verantwortliche Statistiker verfolgen.

Die Forschung geht heute meist von etwa fünfeinhalb bis sechseinhalb Millionen Hungertoten in der Sowjetunion aus. Für die Ukraine liegen verbreitete Schätzungen zwischen dreieinhalb und vier Millionen. Unter den Opfern befanden sich neben Ukrainern auch Angehörige anderer Bevölkerungsgruppen.

Holodomor, 1933

In Kasachstan starben etwa 1,3 bis 1,5 Millionen Menschen. Die große Mehrheit waren Kasachen. Damit verlor das kasachische Volk innerhalb weniger Jahre mehr als ein Drittel seiner Bevölkerung. Weitere Hunderttausende flohen dauerhaft aus der Republik.

Rund eine Million Menschen starben in den betroffenen Gebieten der Russischen Sowjetrepublik. Diese Zahlen bleiben Näherungen, zeigen aber die unterschiedliche Wucht der Katastrophe: In absoluten Zahlen forderte die Hungersnot in der Ukraine die meisten Opfer. Gemessen an der Bevölkerungsgröße traf sie Kasachstan noch härter.

Holodomor und die Frage des Genozids

Für die Hungersnot in der Ukraine setzte sich später die Bezeichnung Holodomor durch. Das Wort verbindet die ukrainischen Begriffe für Hunger und gewaltsames Töten. Es bezeichnet die ukrainische Erfahrung innerhalb der größeren sowjetischen Hungerkatastrophe.

Über die historische Einordnung besteht eine klar umrissene Kontroverse. Einigkeit herrscht darüber, dass die Kollektivierung und die staatlichen Ablieferungen das Massensterben verursachten. Ebenso ist belegt, dass Stalin über die Folgen informiert war und an den Forderungen festhielt.

Umstritten bleibt, ob die sowjetische Führung die ukrainische Bevölkerung als nationale Gruppe vernichten wollte. Für eine solche Deutung sprechen die besonderen Strafmaßnahmen gegen die Ukraine und den ukrainisch geprägten Kuban. Dazu kamen der Kampf gegen ukrainische Kultureinrichtungen und Stalins Furcht, die Republik könne sich Moskaus Herrschaft entziehen.

Magnitogorsk, 1930er

Andere Historiker betonen, dass auch Kasachstan und mehrere russische Regionen schwer betroffen waren. Sie sehen die Hungersnot vor allem als Folge einer rücksichtslos durchgesetzten Wirtschafts- und Herrschaftspolitik, deren Opfer nach sozialer Lage und Region ausgewählt wurden. In dieser Deutung trägt Stalin die entscheidende Verantwortung, ohne dass bereits vor Beginn der Krise ein Plan zur Vernichtung der Ukrainer bestanden haben muss.

Beide Einordnungen müssen erklären, was im Winter 1932/33 geschah: Die sowjetische Führung wusste vom Hunger, entzog den Dörfern weiterhin Lebensmittel und hinderte die Bewohner an der Flucht. In der Ukraine verband sie diese Maßnahmen zusätzlich mit dem Vorwurf des Nationalismus.

Im Herbst 1933 brachten Soldaten und städtische Arbeiter die Ernte auf vielen entvölkerten Feldern ein. Siedler bezogen verlassene Häuser. Die Kolchosen blieben bestehen, und das Getreide floss wieder in die wachsenden Industriestädte. Ein besonders sichtbares Symbol dieser Industrialisierung entstand am Rand des Urals: das Stahlkombinat von Magnitogorsk. Für den Aufbau der neuen Werke und Städte hatte die sowjetische Führung dem Dorf gewaltige Opfer abverlangt.


Holodomor-Denkmal in Kyjiw

Zum Weiterlesen

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Bildnachweis

Titel: Auf dem Lebensmittelmarkt in Charkow: Jede Flasche Milch, krampfhaft umklammert, stellt im Freien Handel einen wertvollen Besitz dar. 1933.

Holodomor-Denkmal: Wikimedia Commons, Andriy155. CC BY-SA 3.0.

Alle weiteren Bilder gemeinfrei.

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